Mit KI-Tools und LLM-Systemen wie ChatGPT bekam erstmals Googles Suchmaschinenmonopol kleinere Risse: Zuletzt sank der globale Marktanteil Googles auf unter 90 %. Schon zuvor reagierte Alphabet, der Mutterkonzern, auf die jüngsten Veränderungen: Seither blendet Google eine eigene KI-Antwort über den organischen Suchergebnissen ein – dadurch tun sich für Unternehmen und Webseitenbetreiber neue Chancen auf.
Suchmaschinen werden nicht verschwinden – aber womöglich anders genutzt
Natürlich spielt Googles Suchmaschine nach wie vor eine dominante Rolle im Internet. Das zeigt ein Blick auf die global erfassten Statistiken von StatCounter, bei denen Google aktuell einen Marktanteil von 89,54 % hält, während Bing auf dem zweiten Platz gerade einmal 3,95 % erreicht. Unter dem Dach von Alphabet werden aber schon länger nicht mehr hauptsächlich andere Suchmaschinen, sondern allen voran KI-Modelle wie ChatGPT oder Perplexity als ernstzunehmende Wettbewerber erachtet.
Im KI-Markt mischt die Suchmaschine mit Gemini ebenfalls mit: Gemini ist auch verantwortlich für die kleinen Zusammenfassungen, die sich zum aktuellen Zeitpunkt oberhalb der organischen und bezahlten Suchergebnisse befinden. Google nennt sie treffend „Zusammengefasst mit KI“, was viele Online-Marketer aufhorchen ließ. Durch die KI-Einblendung nehmen die organischen Suchergebnisse fortan etwas weniger Platz ein und befinden sich auf der Seite noch weiter unten. Das wiederum macht es attraktiv, mit der eigenen Webseite idealerweise bereits in der KI-Zusammenfassung und damit ganz oben zu landen.
Bisher ließ sich folglich auf zwei unterschiedlichen Wegen Sichtbarkeit in den Suchmaschinen erreichen: Einerseits mit den bezahlten Anzeigen, andererseits über die Suchmaschinenoptimierung (SEO) und eine gute Platzierung in den organischen Suchergebnissen. Nun kommt eine dritte Möglichkeit hinzu: Die Optimierung speziell für KI-Suchsysteme. Die lohnt sich gleich mehrfach: So könnte die Webseite nämlich nicht nur bei Google prominenter dargestellt werden, sondern auch bei KI-Systemen wie ChatGPT oder Perplexity.
GEO – Generative Engine Optimization: So funktioniert Sichtbarkeit in Zeiten der Künstlichen Intelligenz
Die klassische Suchmaschinenoptimierung spielt in einem homogenen und ausgereiften Marketing-Mix weiterhin eine Schlüsselrolle – schließlich suchen immer noch Milliarden Menschen täglich nach den unterschiedlichsten Dingen. Gleichermaßen ist es für Unternehmen empfehlenswert, mit GEO noch einen zweiten Kanal für zusätzliche Sichtbarkeit zu erschließen. So sind Unternehmenswebseite und Online-Shop nicht „nur“ in den Suchmaschinen sichtbar, sondern erhalten noch zielgruppenrelevanten Traffic von KI-Systemen.
Was können sich Unternehmen, die selbst nicht mit den Feinheiten des Online-Marketings vertraut sind, darunter vorstellen?
- GEO hat ebenso wie SEO das Ziel der Sichtbarkeitssteigerung
- KI-Suchsysteme verweisen bei ihren eigenen Aussagen auf die Quelle (das wäre die zu optimierende Seite)
- der Traffic ist relevant und zielgruppengerecht, da der Nutzer bereits aktiv und eigenständig die KI für Informationen konsultierte
- anwendbar ist GEO für alle Branchen, künftig dürfte es aufgrund von KI-Agenten auch im E-Commerce eine große Rolle spielen
Ein weiterer Vorteil für Unternehmen: KI-Systeme werden künftig eine noch größere Rolle in unserem Leben einnehmen. Das zeigt der Marktanteil für generative KI in Deutschland. Betrug der im Jahr 2022 gerade einmal knapp einen Prozentpunkt, waren es 2025 schon 3,33 Prozent. Bis zum Jahr 2030 wird ein Marktanteil jenseits der 7 Prozent prognostiziert.
Eine starke Positionierung und viel Sichtbarkeit bringt Unternehmen folglich nicht nur im Hier und Jetzt zusätzlichen Traffic, weiterhin wird sich der Traffic künftig noch multiplizieren – weil mehr und mehr Menschen die KI-Suchsysteme verwenden.
Wie sieht eine GEO-Marketingstrategie aus?
Professionelle Online-Marketing-Agenturen wie Suchhelden bieten heute schon eine GEO- beziehungsweise LLMO/GAIO-Optimierung an. Die Agentur verdeutlicht zugleich, wie sich der Gedankensprung hin von SEO zu GEO meistern lässt.
Da müssen sich professionelle Marketer zunächst einige grundlegende Fragen stellen:
- Wie und mit welchen Prompts sucht die eigene Zielgruppe?
- Wie wird die eigene Webseite als hochwertig und vertrauenswürdig positioniert, damit die KI-Suchsysteme sie zitieren und auf sie verweisen?
- Wie lassen sich die Chancen für eine Auslieferung innerhalb eines KI-Modells steigern?
Ebenso wie die Algorithmen von Suchmaschinen wie Google ihre eigenen Vorlieben haben, existieren diese auch bei KI-Systemen. Das Ziel ist demnach, die Seite eng an der eigenen Zielgruppe auszurichten und mit qualitativ hochwertigen Inhalten zu punkten. Weiterhin aber sollen die Inhalte so geschrieben und formatiert sein, dass sie zugleich die KI-Systeme gern ausspielen.
Das funktioniert allen voran über strukturierte, transparente und klar verständliche Inhalte. GEO-Optimierungen greifen dafür unter anderem auf klar formulierte Überschriften, mitunter als Fragestellung, zurück. Absätze sind prägnant und Aussagen werden logisch strukturiert und kontextuell treffend eingebunden. Das erleichtert den KI-Systemen die Verarbeitung, zudem bemessen sie den Inhalten dann ein größeres Vertrauen zu – was wiederum zu häufigeren Erwähnungen und mehr Sichtbarkeit führt.
Inhalte für eine GEO-Strategie optimieren
Dabei ist essenziell, so wie es schon bei der klassischen Suchmaschinenoptimierung der Fall war, sich von Wettbewerbern abzuheben. KI-Systeme haben selbstverständlich nicht das Ziel, Inhalte und Texte von anderen KI-Systemen oder sogar von sich selbst zu verarbeiten. Genau dann droht nämlich der vielfach befürchtete „Modellkollaps“. Demnach fällt ein KI-System mit jedem Mal, wo es KI-generierte Inhalte verarbeitet, weiter in sich zusammen – schon nach dem dritten Mal wird die Künstliche Intelligenz mitunter mehr falsche als korrekte Behauptungen zum jeweiligen Prompt ausliefern.
KI-Suchsysteme und -Modelle wie Gemini, Llama, ChatGPT und Co. haben also ein inhärentes Eigeninteresse, möglichst oft auf externe Inhalte zu verweisen, die nicht von der KI generiert wurden. Für Unternehmen ergibt sich genau da die Chance, hochrelevanten Traffic aus KI-Suchsystemen zu erhalten – der wiederum die eigene Autorität stärkt, was parallel dazu noch der Suchmaschinenoptimierung behilflich ist.
Webseiten, die in LLM-Systemen sichtbarer werden sollen, müssen also Content anbieten, der der KI gefällt – und der zugleich den eigenen Nutzern und potenziellen Kunden weiterhilft. Ebenso liefern die KI-Systeme bevorzugt menschengemachten Content aus, da als KI selbst KI-Inhalte zu verarbeiten zeitnah zum Modellkollaps führt.
GEO folgt einem ganzheitlichen Ansatz, um vorab definierte Ziele zu erreichen
Bei einer genaueren Betrachtung zeigen sich weitere Überschneidungen zur traditionellen Suchmaschinenoptimierung. So lässt sich der Erfolg der GEO-Strategie zum Beispiel sehr transparent nachprüfen, unter anderem durch den Traffic selbst. Andererseits feiert die Keyword-Analyse ebenso eine Renaissance. Keywords werden dafür neu gedacht, diesmal im Kontext der Prompts – die typischerweise länger und etwas anders formuliert sind.
Die OffPage-Optimierung, eine weitere Konstante aus der SEO-Welt, bleibt unverändert erhalten. Sowohl Suchmaschinen als auch KI-Suchsysteme sehen Backlinks und Signale aus sozialen Netzwerken als „Empfehlung“ an – viele hochwertige Backlinks beziehungsweise Empfehlungen zu haben, stärkt folglich die Webseite.
Aktualität und ein zielgruppengerechter Content sind ebenso notwendig. Vorteilhaft ist, speziell mit Hinblick auf die Conversion-Rate, dass KI-Suchsysteme bereits etwas „Vorarbeit“ leisten. Durch die ausformulierte KI-Antwort wird der künftige Kunde schon in die richtige Richtung gelotst – ist die Webseite innerhalb der KI-Antwort sichtbar, weiß der Nutzer anschließend direkt, wo er hin muss.
Unternehmen denken vermehrt heute schon an ihre Sichtbarkeit von morgen
Starke Positionierungen in den organischen Suchergebnissen von Google sind für Unternehmen und Webseitenbetreiber nach wie vor Gold wert. Das werden sie auch in Zukunft sein. Mit GAIO beziehungsweise GEO und der Optimierung für KI-Suchsysteme tut sich aktuell aber eine weitere riesige Traffic-Quelle für Unternehmen auf. Die wird in den kommenden Jahren, wenn die KI über eigene Agenten mehr und mehr Aufgaben automatisiert, nur noch wichtiger werden.
Die Sichtbarkeitssteigerung über ausgereifte und professionell umgesetzte GEO-Marketing-Strategien sollte zudem die Nutzererfahrung verbessern. Effizienz, Transparenz und möglichst niedrige Barrieren sind dabei der Schlüssel zum Erfolg. Machen die jeweiligen Unternehmen und die Webseite ihre Sache gut, ist sogar mit einem Multiplikatoreffekt zu rechnen: Die KI wird immer und immer wieder auf diese Webseite zurückgreifen, um Prompts zu beantworten und Nutzer zufriedenzustellen.
